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Michael Weber

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Takashi Amano hat in seinen Büchern (u. a. Pflanzenparadiese unter Wasser, 1994) faszinierende Unterwasserlandschaften vorgestellt. Hierbei verwendet er oft das Teichlebermoos (Riccia fluitans) und zwar nicht als Schwimmpflanze, sondern als eine Art "Unterwasserwiese". Bei genügend intensivem Licht bildet Riccia fluitans normalerweise im Durchmesser ca. 20 cm große Polster, die unter der Wasseroberfläche fluten. Es bildet keine Wurzeln. 

Wie bekommt man nun Riccia auf den Boden? 
T. Amano beschreibt eine Methode in seinem Buch "Pflanzenparadiese unter Wasser" (1994, S. 164ff). Riccia wird mit einer feinen Angelschnur auf einen Stein oder auf Holz befestigt, ab und zu wird Kies auf die sich trotzdem lösende Riccia gestreut. Irgendwann soll Riccia dann sogar seine Schwimmfähigkeit verlieren. Mit dieser Methode hatte ich leider zunächst keinen Erfolg. Nach kurzer Zeit hat sich Riccia immer wieder abgelöst und hat das gemacht, was es kann, nämlich schwimmen. 

Erfolgsversprechender schien mir der Einsatz von kleinen Drahtnetzen (nicht rostend, privat aus Japan besorgt), die zu einem nach unten offenen Quader mit den Maßen 4,5 cm x 4 cm x 1 cm geformt sind. Riccia wird in den Quader gelegt und dieser kommt mit dem Drahtnetz nach oben auf den Boden des Beckens. In einem 12 l Becken mit 2 x 8 Watt Beleuchtung erhielt ich nach ca. 4 Wochen einen üppigen Riccia-Teppich. Ich habe diese bewachsenen Quader ins Südamerikabecken getan, sah sehr gut aus, aber nur für kurze Zeit: dieWelse (Corydoras paleatus) durchwühlten diese "Wiese", und Riccia begann wieder zu schwimmen.

In einem weiteren Versuch in einem 60 l Becken - ohne Corydoras - bildete sich nach wenigen Wochen ein sehr schöner Unterwasserteppich, jedoch löste dieser sich bald von den Drahtnetzen, da aufgrund der Dicke des Riccia-Teppichs nun kein Licht mehr bis in die untersten Schichten gelangen konnte, so daß Riccia von unten her abzusterben begann. Riccia fing sogleich wieder an zu schwimmen. Nach Informationen japanischer Aquarianer behält Riccia auch in Japan seine Schwimmfähigkeit - immerhin tröstlich! Das Absterben der unteren Schichten kann man durch "Trimmen" der Riccia-Wiese verhindern, d. h., man muß mit der Pflanzenschere regelmäßig die Riccia-Wiese relativ kurz abschneiden.

Das gewünschte Ergebnis wurde erst durch den Einsatz von 2 x 15 W Triton-Leuchtstoffröhren erreicht; durch CO2 Düngung konnte das Wachstum von Riccia fluitans noch weiter gesteigert werden, so dass es dichte Polster am Boden ausbildete.

 

Abb. 1: Drahtnetzquader für Riccia fluitans

Abb. 2: Riccia fluitans nach einer Woche unter den Drahtnetzen.

wpeB.jpg (6083 Byte)

Abb. 3: Riccia fluitans ist bereits nach zwei Wochen durch das Drahtnetz hindurchgewachsen. 

Abb. 4: Nach fünf Wochen bildet Riccia  eine Unterwasserwiese.

 

Abb. 5: Der Riccia - Teppich ist nach etwa zehn Wochen sehr dick geworden. Die unteren Schichten beginnen abzusterben, da sie nun kein Licht mehr erhalten.
Abb. 6: Der nächste Versuch war erfolgreicher:
Eine verbesserte Beleuchtung (2 x15 Watt Tritonröhre) und CO2 Düngung ließen einen üppige Riccia-Landschaft wachsen, die jetzt auch ohne Drahtnetze am Boden bleibt. Hierzu war es notwendig, Riccia zuvor gelegentlich mit ein paar kleinen Kieselsteinen zu bestreuen. 33 KB Bild

Garnelen der Art Neocaridina denticulata vermehren sich in diesem Becken problemlos und halten es weitgehend algenfrei.

Bild 4 Riccia 33 KB

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