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CHROMATOGRAPHIE VON AMINOSÄUREN

Chromatographie ist ein Verfahren zur Trennung eines Stoffgemisches, bei dem die unterschiedlichen Wanderungsgeschwindigkeiten der Stoffkomponenten (hier der Aminosäuren) im Fließmittel ausgenutzt werden. Es wird u. a. zur Analyse von Proteinen verwendet.

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VERSUCHSMATERIALIEN:

bulletChromatographiewanne
bulletDC-Platte
bulletPipetten
bulletGlasdeckel
bulletBleistift
bulletLineal
bulletTransparentpapier

 

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VERSUCHSSTOFFE:

bulletdestilliertes Wasser
bullet25ml Fließmittel bestehend aus n-Butanol, Eisessig und Wasser (4:1:1)
bulletvier verschiedene Aminosäuren + ein Aminosäurengemisch
bulletNinhydrin-Sprühreagens

 

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VERSUCHSBESCHREIBUNG:

Nach dem Ausspülen der Chromatographiewanne mit destilliertem Wasser wird das Fließmittel in den Behälter gefüllt und mit dem Glasdeckel abgedeckt.
Die DC-Platte wird mit Hilfe eines Lineals mit einer „Startlinie" gekennzeichnet, welche sich im Abstand von 1 cm zur schadfreien Grundkante befindet.
Auf dieser Graden werden einzelne Punkte im Abstand von jeweils 1,5 cm markiert.

Auf diese fünf Punkte werden mit Hilfe einer Pipette die vier unterschiedlichen Aminosäuren und AS-Gemisch aufgetröpfelt, wobei die jeweiligen Substanzflecken nicht breiter als 5 mm sein dürfen.
Die Substanzflecken auf der DC-Platte müssen eine Weile trockenen und werden dann in die Chromatographiewanne gestellt und abgedeckt, und zwar so, dass die beschichtete Fläche der Platte nach außen zeigt.
Die Platte wird solange in dem mit Fließmittel gefüllten Behälter aufbewahrt bis sich die Fließmittelfront ca. 2 cm unter dem oberen Rand befindet.
Nach der Entnahme der Platte wird die Fließmittelfront durch Einritzen markiert.
Die Platten werden unter dem Abzug mit Hilfe eines Föns getrocknet.
Anschließend werden die Platten mit der Ninhydrin-Sprühreagens besprüht. Dies erfolgt unter dem Abzug und unter äußerster Vorsicht, da die Berührung und die Inhalierung dieses Reagens zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Durch Ninhydrin werden die Substanzflecken sichtbar.

Nun wird die Platte wieder zum Trocknen unter dem Abzug liegengelassen. Nach ungefähr 30 Minuten kann der Versuch ausgewertet werden.

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VERSUCHSAUSWERTUNG:

Um den Versuch auszuwerten werden die jetzt ersichtlich gewordenen blau-violetten Substanzflecken, die Startlinie und die Fließmittelfront auf das Transparentpapier gepaust.

Jetzt können die Abstände der einzelnen Substanzfleckmittelpunkte zur Startlinie abgemessen werden. Durch diese Werte können wiederum die jeweiligen Rf-Werte durch folgende Formel ermittelt werden.

Letztendlich können die im Gemisch enthaltenen Aminosäuren mit Hilfe der reinen Aminosäuren und des Rf-Wertes identifiziert werden

 

Im Gemisch (s. Skizze) befinden sich die Aminosäuren Nr.1 und Nr.2.

Download: Arbeitsbogen zur Chromatographie von Aminosäuren (Doc-Format)

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Göksu M., 23.10.00