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Rüsselbarben (Bild)

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Michael Weber

Schwarze Pinselalgen

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Schwarze Pinselalgen überall

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Die Maßnahmen im einzelnen

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Algenfresser

Schwarze Pinselalgen überall

Als Algen traten in meinen Becken bisher vor allem schwarze Pinselalgen, eine Rotalgenart, auf. Sie wuchsen auf den Blättern und vor allem auf den Blatträndern von Sagittarien und Echinodorus-Pflanzen, an den Glasscheiben, am Filterauslauf und auf Kieseln, Steinen und Moorkienwurzeln, also fast überall. Dies sah nicht nur sehr unschön aus, sondern beeinträchtigte auch das Wachstum der Pflanzen erheblich.
Angeregt durch viele Vorschläge aus der Newsgruppe führte ich zahlreiche Veränderungen an meinem Südamerikabecken durch. Jetzt ist es praktisch pinselalgenfrei.

Die Maßnahmen im einzelnen

Alle Maßnahmen zielen darauf ab, das Wachstum der Aquarienpflanzen zu fördern und gleichzeitig die Bedingungen für die Vermehrung der Pinselalgen zu verschlechtern.

Im einzelnen habe ich dies erreicht durch folgende Maßnahmen:
- das Becken nicht zu stark mit Fischen besetzen, damit nicht zuviel Nährstoffe, vor allem Nitrate, anfallen;
- zunächst wöchentlicher ca. 25%iger Wasserwechsel aus obengenanntem Grunde; jetzt genügt ein 14-tägiger Wasserwechsel;
- sparsam füttern, damit möglichst wenige Nährstoffe übrigbleiben;
- Bodenheizung, die u. a. das Wachstum der Pflanzen hervorragend fördert;
- CO2 -Anlage, ebenfalls zur Förderung des Pflanzenwachstums und zur Einstellung des pH-Wertes von ca. 6,8;
- Verwendung des sehr schnellwüchsigen Hornkrauts (Ceratophyllum demersum) zur Reduzierung der Nitrat- und Phosphatkonzentration;
- befallene Objekte gut von Pinselalgen säubern, befallene Blätter entfernen;
- über Torf filtern;
- zunächst die Beleuchtungszeit eher knapp bemessen (ich hatte sie zunächst auf 8 Stunden eingestellt, jetzt, d. h. nach dem Verschwinden der Algen, sind es wieder 12 Stunden);
- Tageslichteinfall vermeiden, ggf. Scheibe zuhängen, bevor man morgens zur Arbeit etc. geht; - für die Düngung und Wasseraufbereitung verwende ich die Produkte von Dennerle, ob sie wirklich geholfen haben oder eben nur nicht von Nachteil waren, kann ich nicht sagen, ein „Kontrollaquarium" hatte ich nicht; dieser Gedanke gilt natürlich auch für alle anderen Einzelmaßnahmen; manch eine von ihnen ist vielleicht auch nur Aberglaube; insgesamt haben sie jedoch geholfen;

Algenfresser

- algenfressende Fische einsetzen; ich habe mit dem blauen Antennenwels (Ancistrus dolichopterus), der als guter Algenfresser in einem Südamerikabecken erste Wahl wäre, nicht so gute Erfahrungen gemacht, da er die Echinodorus-Pflanzenblätter "skelettiert" hat, stattdessen habe ich mich für den Gast aus Asien entschieden, für die siamesische Rüsselbarbe (Epalzeorhynchus siamensis). Drei Rüsselbarben beseitigten alle restlichen Pinselalgen auf den Blättern perfekt. Über die Merkmale der echten, algenfressenden siamesischen Rüsselbarbe gibt es immer wieder Unklarheiten; das Bild im Aquarienatlas (Dr. R. Riel u. H. A. Baensch, 1992: Aquarienatlas, Band 1, 9.Auflage) zeigt m. E. eine Variante der siamesischen Rüsselbarbe. Diese hat ein Paar Oberlippenbarteln, durchsichtige Flossen und keinen bis zum Schwanzende durchgezogenen Strich. Sie frißt zwar Algen, aber nur im geringen Maße. Als sehr guter Algenfresser hingegen hat sich die Variante der siamesischen Rüsselbarbe mit den folgenden Merkmalen erwiesen: ein Paar rel. kleine Oberlippenbarteln, durchsichtige Flossen (ohne Flecken) und einen bis zum Schwanzende durchgezogenen schwarzen Strich, der dabei auch sehr dünn auslaufen kann. Diese Variante verhält sich adult  weniger aggressiv als die Variante ohne durchgezogenen Strich, auch bleibt sie etwas kleiner. Detaillierte Informationen zu Rüsselbarben gibt es u. a. auf der Seite Algae Eating Cyprinids from Thailand and Neighboring Areas.

Siamesische Rüsselbarben 82 KB Bild

Pinselalgen

Abb.: Siamesische Rüsselbarben (82 KB Bild)

Abb.: Schwarze Pinselalgen an einem Cryptocorynenblatt